Auf über 45.000 Quadratmetern vor den Toren Münchens öffnete im September der weltweit größte Audi Gebrauchtwagenstandort seine Pforten. Das Prädikat „Audi Gebrauchtwagen :plus“, das für besondere Qualität der Fahrzeuge steht, dürfen nur zertifizierte Audi-Zentren nutzen. In Eching stellt Audi im ersten eigenen Zentrum dieser Art rund 1.000 „junge Gebrauchte“ der gesamten Modellpalette aus – davon 500 Stück in einer Verkaufshalle mit 17.000 Quadratmetern. Ein zugehöriger Service- und Werkstattbereich mit Karosserie- und Lackzentrum hat selbstverständlich R8-Zulassung und bietet zudem Oldtimerservice an.

Alles im rechten Licht

„Das besondere an der Innen- und Außenbeleuchtung ist, dass diese in LED-Technik ausgeführt wurde“, erklärt Projektleiter Alfred Kraus. „Energieeffizienz wird immer mehr zum Thema. Dass jedoch ausnahmslos LEDs eingesetzt wurden, ist schon etwas Besonderes.“ Auf dem kompletten Gelände wurden etwa 2.500 Lampen verbaut, die alle über ein Bussystem (EIB) gesteuert werden. Für die Ausstellung im Terminalbereich wurde ein spezielles Lichtkonzept entwickelt. Jeweils sechs LED-Strahler beleuchten ein Fahrzeug. „Dadurch, dass die Wagen aber in einem leichten Bogen angeordnet sind, mussten wir die Lampen im gleichen Radius installieren“, erwähnt Kraus. Im Bereich der Auslieferungshalle wurden Flächenleuchten verwendet, die auf den ersten Blick wie Tageslichtschächte wirken. Durch Beimischung verschiedener Farbanteile können die Fahrzeuge zu jeder Zeit ins rechte Licht gerückt werden.

Sicherheitstechnik – dezent, aber wirkungsvoll

Sicherheitstechnik, wie Notbeleuchtung oder Brandmeldeanlagen sind bei solchen Bauten Standard, doch in diesem Fall wurde als Besonderheit ein Rauchansaugsystem (RAS) integriert. Dies birgt verschiedenen Vorteile in sich: So kann die Anlage in Präsentationsräumen dezent in der Zwischendecke „versteckt“ werden. Sichtbar sind nur kleine Löcher, durch die kontinuierlich Luft in ein Rohrsystem gesaugt wird. Eine Detektionseinheit am Ende des Rohres analysiert die Luft und alarmiert im Ernstfall. „In der gut 11.000 Quadratmeter großen Verkaufshalle wurden zehn RAS-Anlagen und circa drei Kilometer Rohr installiert“, ist Kraus begeistert. „Für diese Fläche hätten sonst gut 150 herkömmliche Rauchmelder installiert werden müssen. Das verringert den Wartungsaufwand erheblich.“

Fulminante Endphase

„Zu Höchstzeiten galt es hier in Eching über 50 Bachner-Mitarbeiter auf der gesamten Baustelle zu koordinieren“, lacht Obermonteur Daniel Traurig. „Leider konnten wir erst später als geplant mit unseren Arbeiten beginnen. Bis zum großen Eröffnungstermin konnten wir jedoch alle Arbeiten sauber abschließen.“